
Kaum mehr als 50 Menschen kamen am 5. Februar 2012 zu Wishbone Ash in den Reigen zu Wien. Aber der Reihe nach! Es war bitterkalt, als ich mich von zu Hause in Richtung U4 machte. Geschätzte minus 15 Grad werden es schon gewesen sein. Der Konzertbeginn war mit 20.30 Uhr angesetzt. Ich war etwa 15 Minuten vor Beginn im Reigen und staunte nicht schlecht, als ich die Konzertbesucher fast zählen konnte. Vielleicht 20 oder 25 Leute harrten der Musik, die da angekündigt war.
Pünktlich um 20.30 Uhr kämpften sich vier junge Musiker durch die begeisterte Menge. Diese unbekannten Menschen boten allerdings Musik vom Feinsten. Blues in Reinkultur. Name der Gruppe: Fabian Anderhub. Herkunftsland: Schweiz. Sie wurden immer besser und es machte ihnen auch nichts aus, vor fast leerem Saal zu spielen. Das Ganze hatte etwas von einer Wohnzimmeratmosphäre.
Nach einer kleinen Umbaupause kamen dann Wishbone Ash auf die Bühne. Nicht zu verwechseln mit Martin Turner´s Wishbone Ash. Im Reigen spielten Wishbone Ash mit Gründungsmitglied Andy Powell, (Gitarre, Gesang), Muddy Manninen (Gitarre, Gesang), Bob Skeat (Bass, Gesang) und Joe Crabtree (Drums). Sie begannen mit „The King Will Come“ und endeten mit einem grandiosen „Phoenix“, bevor noch zwei Zugaben folgten.
Alles in allem war es ein kleines, aber feines Konzert. Da ich mein erstes Wishbone Ash Album schon 1972 kaufte, Ash jedoch noch nie auf der Bühne sah, war es mir ein Bedürfnis diesen geschmeidigen Gitarrensound endlich einmal live zu erleben. Und ich war trotz sibirischer Kälte froh, in den Reigen gepilgert zu sein.
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