Sonntag, 12. Februar 2012

2012 01 26 Peter Schleicher Band

Die Peter Schleicher Band zu sehen, war mir als Stones-Fan schon lange ein Bedürfnis. Er fiel mir zum ersten Mal 1979 auf, als sein Album „Hart auf Hart“ erschien. Auf dem Album sind ausschließlich Songs von den Rolling Stones, die Peter S. ins Wienerische transportierte. Ich fand das Album so gut, dass ich es mir sofort kaufte. Peter Schleicher versuchte nicht die Originaltexte eins zu eins zu übersetzen, sondern machte aus „Jumpin´ Jack Flash“ „Den letzten Fetzentandler von Wien“, oder aus „Honky Tonk Woman“ „Die Beislhur“.“

Als Vorgruppe spielten „feZZntandler“ ebenfalls Coverversionen, die sie ins Wienerische übertrugen. Sehr gut gefiel mir „Keep on Runnin´“ von der Spencer Davis Group. feZZntaler waren eine äußerst positive Überraschung, die ich zum ersten Mal sah/hörte.

Nach einer kurzen Umbauphase in der Szene – das nicht gerade zu meinen Lieblings-Konzert-Locations zählt – kam die Peter Schleicher Band auf die Bühne. Ein schon etwas gealterter Peter Schleicher – Jahrgang 1945 – und eine junge Band hinter und neben ihm spielten ein großartiges Konzert. Sie machten den Rolling Stones alle Ehre und nicht umsonst gaben die Stones ihr OK für die Covers. Charly Watts soll laut Schleicher gefragt haben: "What the hell means Beisl Hur?"

Ein grandioses Lady Jane, gewidmet allen verstorbenen Musikerkollegen, ein geniale letzte Zugabe vom „Cocksucker Blues“ – „I bin a Woama“ und mein Lieblingssong von Peter „Der Tod, der Weisse“ – „Gimme Shelter“. Oder ein bis dato von mir noch nie gehörtes "Brown Sugar" als "Promille".

Total überrascht war ich von den Musikern, allen voran die beiden Gitarristen. Aber auch die beiden Background-Sängerinnen waren nicht nur optischer Aufputz. Sollte sich Peter Schleicher wieder irgendwo auf eine Bühne verirren, werde ich dabei sein. Alles in allem ein sehr gelungener Konzertabend, mit vielleicht hundert Zusehern.

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